“Alternative Botschaft der Ukraine – Euromaidan-Wache Berlin” Eröffnung (Bilder)

Am 30 Januar 2014 wurde auf Initiative politisch aktiver Ukrainer und Ukrainerinnen in Berlin die “alternative Botschaft der Ukraine – Euromaidan-Wache Berlin” eröffnet. Die unmissverständliche Erklärung der Aktiven lautet: “Wir bleiben hier, bis der letzte Vermisste gefunden wird”.

Die Initiative entstand, nachdem klar wurde, dass die zahlreichen Gespräche und Diskussionsveranstaltungen, über die traurigen Ereignissen in der Ukraine nicht ausreichen, um die Öffentlichkeit und die Medien in Deutschland  adäquat mit den notwendigen Hintergrundinformationen zu versorgen. Denn entgegen der landläufigen Meinung in Deutschland demonstrieren in Kiew und anderen Städten der Ukraine nicht nur gewaltbereite Neonazis, sondern überwiegend ganz normale, friedliche Menschen, die es leid sind, von einer kriminellen Clique regiert zu werden, denen es ausschließlich um ihre persönliche Selbstbereicherung geht und die drauf und dran sind, das Land in eine Diktatur im Stil von Weißrussland oder Aserbaidschan zu verwandeln.

Seit der Eskalation der Konflikte ab dem 19.1.2014 werden im ganzen Land wahllos Demonstrationssteilnehmer verprügelt und entführt und gefoltert. Selbst in Krankenhäusern sind die Verletzten nicht mehr sicher vor den staatlich engagierten Prügelkommandos. Mindestens 5 Tote sind seitdem zu beklagen. Die Zahl der Verhafteten und Vermissten geht in den Hunderte. Es ist festzustellen, dass das Regime eine beispiellose Einschüchterungskampagne fährt, um so weitere Proteste zu unterbinden. Alle bisherigen “Zugeständnisse” von Janukovytsch sind das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt ist, da sie an völlig inakzeptable Bedingungen geknüpft sind.

Der offiziellen Eröffnung ging eine Demonstration zum Gedenken an die Toten vor der ukrainischen Botschaft, voraus.
Das Informationszentrum befindet sich im Gebäude der Heinrich Böll Stiftung – gelegen in unmittelbarer Nachbarschaft der ukrainischen Botschaft. Hier fand auch die offizielle Eröffnungsveranstaltung statt. In diesem Rahmen wurden die oben aufgeführten Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine thematisiert und versucht Lösungsansätze für die politische Krise zu entwickeln.
Positiv aufgenommen wurde die Tatsache, dass auch der ukrainische Botschafter, Herr Pavlo Klimkin, aktiv an der Diskussion teilnahm, und ungewöhnlich klare Positionen im Bezug auf die Beziehungen zwischen EU, der Ukraine und Russland bezog. Für die aktive Unterstützung der Euromaidan-Wache durch die Botschaft der Ukraine möchten sich die Organisatoren ganz herzlich bedanken.

Das rege Interesse zahlreicher Journalisten von deutschsprachigen, ukrainischen und russischen Medien zeigt, dass die “Euromaidan-Wache Berlin” einen wesentlichen Einfluss auf die weiteren politischen Gespräche zwischen der Ukraine und Deutschland haben wird. Die ständige “Euromaidan-Wache Berlin” wurde von Ukrainern in Berlin iniziiert und wird unterstützt von: Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), PRAVO – “Berlin Group for Human Rights in Ukraine” sowie dem Dokumentartheater Berlin.

Euromaidan-Wache Berlin, © Oliver Feldhaus

Euromaidan-Wache Berlin, © Oliver Feldhaus

Euromaidan-Wache Berlin, © Oliver Feldhaus

Euromaidan-Wache Berlin, © Oliver Feldhaus

Euromaidan-Wache Berlin, © Oliver Feldhaus

Euromaidan-Wache Berlin, © Oliver Feldhaus

Euromaidan-Wache Berlin, © Oliver Feldhaus

Euromaidan-Wache Berlin, © Oliver Feldhaus

Euromaidan-Wache Berlin, © Oliver Feldhaus

Euromaidan-Wache Berlin, © Oliver Feldhaus

Euromaidan-Wache Berlin, © Oliver Feldhaus

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Bilder © Oliver Feldhaus

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