„Vielleicht Esther“ Katja Petrowskaja in Lesung und Gespräch

Katja Petrowskaja © Tobias Bohm Gesprächspartner: Per Leo.

Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Förderprogramms „Grenzgänger” der Robert Bosch Stiftung unterstützt.
Eintritt 6 € / 4 €

Den Titel gibt die Urgroßmutter, die vielleicht Esther hieß und 1941 in Kiew von deutschen Soldaten niedergeschossen wird. „Vielleicht Esther” sind „Geschichten”: von den Spuren der eigenen jüdischen Familie, ihrer verzweigten Legenden, von den Abgründen des letzten Jahrhunderts. „Der eigentliche Held meines Buches ist die deutsche Sprache, die ich erst als Erwachsene zu lernen begonnen habe. Durch den Sprachwechsel entkomme ich der Identität, die mir die russische Sprache zuschreibt. […] Es entsteht eine Art Stereo-Effekt. Historisch freigesprochen, kann ich mich der Frage zuwenden, wo wir heute als Menschen stehen – unabhängig davon, wer unser Großvater war.” Den Abend moderiert der Historiker und Schriftstellerkollege Per Leo, dessen Roman „Flut und Boden” sich seinerseits der eigenen Familie nähert, dem Großvater und in ihm der nationalsozialistischen Tätergeneration.

Katja Petrowskaja, 1970 in Kiew geboren, promovierte in Moskau und lebt seit 1999 als Journalistin in Berlin. Für einen Auszug aus ihrem Debüt „Vielleicht Esther” erhielt sie 2013 den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2014 waren sowohl Katja Petrowskaja als auch Per Leo nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse.

Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Förderprogramms „Grenzgänger” der Robert Bosch Stiftung unterstützt.
Eintritt 6 € / 4 € *

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