Übersetzung: Die Jüdische Gemeinde der Ukraine erklärt, dass im Donbass russische Neonaziorganisationen aktiv sind

rneAm Konflikt im Osten der Ukraine sind Neonaziorganisationen aus Russland aktiv beteiligt. Dies erklärte der Vorsitzende des Dachverbandes jüdischer Organisationen und Gemeinden der Ukraine (VAAD der Ukraine), Josef Zissels, auf einer Pressekonferenz in Kiew, wie „Interfax-Ukraine“ berichtet.

„In Russland existiert seit über 20 Jahren ein entwickeltes System aus verschiedenen neonationalistisch-faschistischen Organisationen, die über sich Auskunft geben, wie es in Russland in der Zeit Mitte der 90er Jahre war, sowie in Bezug auf Moldawien und Georgien. Heute sind sie in der Ukraine aktiv,“ sagte Zissels.

Nach seinen Angaben ist die stärkste unter ihnen die „Russische Nationale Einheit (RNE)“ unter Leitung von Alexander Barkaschow. Die RNE wurde Anfang der 90er gegründet und verfügt über ein weitverzweigtes Netz auf dem Gebiet der Russischen Föderation, das sich um die Rekrutierung von Söldnern beschäftigt, die dann direkt gegen die Ukraine kämpfen. Sie haben eigene Truppen mit Bannern und Symbolik, die dem Hakenkreuz im faschistischen Deutschland ähneln.

Zissels berichtete, dass laut seinen Informationen Barkaschow im März und Mai dieses Jahres selbst in der Ukraine war, und dass er sich derzeit auch auf dem Gebiet der Ukraine befindet – vermutlich in Donezk. Außerdem kämpft sein jüngerer Sohn in bewaffneten Einheiten.

Nach seinen Angaben sind außer der RNE folgende Gruppen in der Ukraine aktiv: „Euroasiatisches Bündnis“ (Führer – Alexander Dugin), „Anderes Russland“ (Führer – Eduard Limonow), und die „Schwarze Hundertschaft“, sowie einzelne Aktivisten

„Sie haben keine eigenen Kampftrupps, aber ihre Mitglieder gehören zu anderen Einheiten,“ merkte er an.

Nach Angaben von Zissels nutzt Russland für seine Interessen auch europäische Neonazis aus anderen Ländern. Unter anderem, so betonte er, waren bei der Legitimitätsbestätigung für das „Referendum“ auf der Krim ausländische „Beobachter“ im Einsatz, zu denen 33 (von 40) Vertreter zu neonationalistischen Organisationen zählten, sowie ein Vertreter zu einer ultralinken Organisation.

Unter ihnen waren Vertreter folgender Organisationen: „Dritter Weg“ und „Junge Identitätsträger“ (Frankreich), „Legion des Heiligen István“ (Ungarn), sowie Organisationen aus Polen und Serbien. Es wurden auch einzelne Aktivisten mit Nazi-Tätowierungen beobachtet, sowie in T-Shirts mit Bildern von Corneliu Codreanu, einem rumänischen Faschisten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.

„Russland ist mit Ideen des Revanchismus infiziert, die sehr eng mit dem Faschismus verbunden sind,“ fasste der Vorsitzende des Dachverbandes jüdischer Organisationen und Gemeinden der Ukraine zusammen.

Der Ukrainische Geheimdienst (SBU) wies bereits Anton Rajewski, russischer Staatsbürger und Mitglied der russischen Neonaziorganisation „Schwarze Hunderschaft“, aus dem Land und verweigerte ihm die Einreise. Rajewski, der sich in Odessa aufhält und für den russischen Nachrichtendienst tätig ist, versuchte, eine subversive Sabotagegruppe aus Bewohnern des Odesser Gebiets zu gründen, um die gesellschaftspolitische Situation in der Region zu destabilisieren.

Quelle: http://rus.newsru.ua/ukraine/28aug2014/neonatz.html

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